Über mich

Jahrgang 1965

Im Alter von 14 Jahren begann meine Leidenschaft für die Fotografie. Da ich mich so sehr für das Thema interessierte, schenkte mir mein Onkel meine erste Kamera, eine Braun Paxette 35 mit zwei Objektiven. Zum 15. Geburtstag kam ein Fotobuch von Andreas Feininger dazu. Klassische Motive waren zur Übung die Familie und Feiern, aber auch auf unseren ersten Reisen nach Frankreich war die Kamera mein ständiger Begleiter.

Ich besuchte nie eine Kunst-Schule, habe Kunst auch nicht studiert. Leider. Mein gesamtes Wissen habe ich mir über Jahre selbst angeeignet.

Für mich ist es so wichtig, zu verstehen, was ich tue! Das gilt sowohl für das Handwerk des Fotografierens als auch die Kreativität. Es ist ein endloser Prozess des Lernens. Es begann damit, dass ich meine Filme selbst entwickelte und auch Abzüge in meiner kleinen Dunkelkammer herstellte. Dann begriff ich, wie wichtig es ist, zu sehen, meine Motive zu erfassen. Das braucht tausende von Aufnahmen und tausende von Fehlern.

Die Fotografie spricht in Bildern! Zu mir und zu dir als Betrachter. Wirklich gute Werke lösen in mir große Emotionen aus. Von Aufregung bis zur totalen Stille. Und die Neugier, wenn ich losziehe, um ein Projekt zu machen, treibt mich stets an. Es kommt immer etwas anderes dabei raus, als ich mir ursprünglich gedacht habe, und genau das fasziniert mich immer wieder.

Mit meinen Werken schenke ich dem Betrachter einen persönlichen Moment aus meinem Leben. Als Fotograf bin ich zwar durch die Kamera vom Motiv getrennt. Im Bild verschmelzen jedoch beide Seiten zu einem Ganzen. Meine Werke sind immer eine Einladung an den Betrachter, sich selbst in den Werken zu finden. Wie das bei jeder Einladung ist: sie kann angenommen oder abgelehnt werden.

Ich gehe gerne intuitiv und emotional an eine Sache heran. Es gab auch schon Tage, da bin ich ohne ein Bild nach Hause gekommen. Und das in digitalen Zeiten. Wenn ich Menschen fotografiere, muss es zwischen dem Gegenüber und mir stimmig sein. Hierfür nehme ich mir gerne viel Zeit, meist ist das eigentliche Fotografieren eher schnell erledigt. 

Meine grundsätzliche Art zu arbeiten, hat sich nicht wesentlich geändert, da für mich das ständige Lernen das wichtigste ist. Die Technik ändert sich  und für mich viel zu schnell, immer mehr Pixel, viel zu viel features. Deswegen liebe ich es, weiterhin analog zu fotografieren. Blende, Verschlusszeit, Film. Fertig. Nicht mehr, nicht weniger.

Aktuell fotografiere ich mit Leica Q2monochrom und Leica M3.

Mein Leitspruch: Bleib fokussiert. Lass dich nicht ablenken. Und mache Fehler, viele Fehler!

Copyright Thomas Maenz © All rights reserved.
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